Café Restaurant Montalis



Das Landschaftsschutzgebiet Gatower Feldflur

Die ehemaligen Spandauer Rieselfelder sind ein auf historischem Boden, auch wenn es weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick ersichtlich ist. Die Rieselfelder sind ein Relikt aus den früheren Zeiten der Abwasserentsorgung. Sie wurden unter der Federführung von Rudolf Virchow, Wolfgang Strassmann und dem Ingenieur James Hobrecht 1869 als Europas modernstes Abwassersystem eingeführt.

Damals wurden hier die Abwässer aus einem größeren Teil von Berlin im Sandboden versickert. Die daraufhin zurückgebliebenen Schlämme wurden inzwischen abgeschöpft.

Die vielgestaltige Landschaft ist heute ein Erholungsgebiet mit Brachflächen, landwirtschaftlicher Nutzung sowie Feucht- und Magerwiesen. Lebensraum für eine reichhaltige Flora und Fauna. Am 24. August 1987 wurde dieses Gebiet zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.

Seit vielen Jahren nun sind die Rieselfelder außer Betrieb und haben sich zu einer sehr schönen Heidelandschaft entwickelt. Mit rund 350 Hektar bildet die Feldflur einen der letzten in sich geschlossenen großflächigen und zusammenhängenden Ackerbaubereiche in Berlin, dessen Bild neben den Ackerflächen eine Vielzahl unterschiedlicher Hecken bestimmen.

Rieselfelder Die Berliner Wasserbetriebe führen bis zum Jahre 2010 immer noch Elutionsstudien durch, in denen untersucht wurde, inwieweit Schwermetalle aus dem Boden herausgewaschen wurden und inwiefern sich der Boden erholt hat.
Zu diesem Zwecke wurden vorgeklärte Abwässer versickert.
Rieselfelder
Rieselfelder Ein Spaziergang in den Rieselfeldern, die keilförmig zwischen der Gatower Straße und der B2 (Potsdamer Chaussee) liegen, lohnt sich nicht nur für gestresste Städter, sondern allemal auch für Berlin-Touristen.
Insbesondere in den Abendstunden kann viel Wild beobachtet werden. Im Sommer laden die zahllosen Obstbäume am Wegesrand regelrecht zur Selbstbedienung ein. Parkmöglichkeiten gibt es in der Maximilian-Kolbe-Str. (natürlich bei uns!) und der Gatower Straße.
Erntezeit